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Punkthäuser Wangen, Rogg Architekten

Richtfest für Punkthäuser in den Auwiesen

Drei Punkthäuser mit rund 100 Wohnungen baut die Volksbau Wangen gemeinsam mit der Umweltbank Nürnberg derzeit in den Auwiesen. Initiiert wurde das Projekt im November 2018 von der Landesgartenschau Wangen im Allgäu 2024 GmbH mit einem Investorenwettbewerb. 2019 folgte bereits der Wettbewerb für die Architekten. Jetzt war Richtfest.

Die Zimmerleute der Firma Merkle hatten bei diesem Bau alle Hände voll tun. Im Richtspruch reimten sie denn auch: „Ein Wettbewerb wurd‘ hier gemacht, dass uns das Herz im Leibe lacht. Denn zukunftsweisend hat die Stadt entschieden und den Holzbau quasi vorgeschrieben. Dann wurd‘ das Material gut kombiniert, was nun den Platz hier wirklich ziert. So sind nun Häuser hier als Punkt gebaut, dass jeder seine Lust dran schaut. Bald wird hier reges Leben sein, die Bewohner gehen aus und ein.“ Am Ende brach das geleerte Weinglas, als es auf dem Boden aufschlug. Also liegt dem Brauch nach ein Segen auf dieser Baustelle.

Holzhybridbauweise ist eine besondere Herausforderung

Die Punkthäuser in Hybridbauweise wurden seit einem Jahr im Rohbau erstellt. Zwei davon haben eine Höhe von 22 Metern bei sieben Stockwerken, eines ist sechs Stockwerke hoch. Damit sind die Gebäude zwar hoch, aber im rechtlichen Sinne keine Hochhäuser.

Andreas Stahl, Geschäftsführer der Volksbau und pro.b.Gruppe, blickte zurück auf die Anfänge des Engagements in Wangen: 2018 bewarb sich die pro.b.-Gruppe und erhielt den Zuschlag. Gemeinsam mit der Stadt Wangen und der Landesgartenschau GmbH lobte das Unternehmen einen Realisierungswettbewerb für das Thema Punkthaus in den Auwiesen aus, der vom Konstanzer Büro Rogg Architekten gewonnen wurde.  Der Holzhybridbau sei eine besondere Herausforderung für die Beteiligten, sagte Stahl. Es habe ein Jahr Bauverzögerung gegeben, weil die geforderte Qualität am Bau nicht zu bekommen war. Sehr froh sei er mit seinem Unternehmen, dass die Verträge vor einem Jahr geschlossen wurden. Heute wäre die Umsetzung des Projekts angesichts der Zinsentwicklung nicht mehr möglich, sagte er.

Punkthäuser Wangen ©Rogg Architekten

Vermietung beginnt im Sommer 2023

Dennoch gab es auch viele positive Töne: Das Projekt wird fertig werden zur Landesgartenschau 2024, versprach Stahl. Im oberen Stockwerk eines Gebäudes wird es eine Wohnung geben, die 2024 besichtigt werden kann. 25 Prozent der Wohnungen werden geförderte Wohnungen sein. Ein weiterer Teil der Wohnungen soll mitgemindert vergeben werden. Der überwiegende Anteil wird ab Sommer 2023 regulär auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden. Registrieren lassen können sich Interessierte bereits jetzt.

Die Wohnungen haben von Stockwerk zu Stockwerk unterschiedliche Grundrisse. So entsteht sehr vielfältiger Wohnraum. Die größeren Wohnungen haben alle jeweils zwei Bäder und sind daher sehr interessant für Familien. Bei den Balkonen gibt es drei Varianten: voll auskragende Balkone, halb in die Räume hineinreichende Loggien und ganz integrierte und überdachte Balkone. Pro Stockwerk sind es jeweils vier Wohnungen. Der überwiegende Teil wird ab Sommer 2023 regulär auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden. Registrieren lassen können sich Interessierte bereits jetzt.

Strom gewinnen die Gebäude über eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern. Die Bürgerenergiegenossenschaft und Solarstrom engagieren sich gemeinsam, indem sie die Anlagen betreiben und als Mieterstrom an die Bewohner weitergeben. Ein Batteriepuffer werde die Wirtschaftlichkeit zusätzlich erhöhen, wie Stahl erläuterte.

Stahl dankte der Stadt und der Landesgartenschau Wangen im Allgäu 2024 GmbH für die Unterstützung. Er sei überrascht, mit welcher Professionalität das Projekt laufe.

Richtspruch bei Punkthäusern in Wangen

Ausblick: Wohnungen für 1.500 Menschen

Da die Grußworte und das gemütliche Zusammensein im Gebäude des Trachtenvereins stattfanden, nahm dies Oberbürgermeister Michael Lang zum Anlass, zuerst dem Verein zu danken, dass er das Gebäude der Volksbau Wangen als Baubüro überlassen habe und nun an anderem Ort probe.  Auch OB Lang ging auf Zahlen ein: Auf 325 Millionen Euro beläuft sich die Gesamtinvestition für die Landesgartenschau 2024, wovon die Stadt 89 Millionen trage, bei 53 Millionen an Grundstücksverkäufen und Förderungen. Im Quartier ERBA/Auwiesen entstehen Wohnungen für 1.500 Menschen und 500 Arbeitsplätze. Bereits heute seien schon 300 davon bei den Firmen in der ERBA vorhanden. 3.000 Bäume und Sträucher werden zur Landesgartenschau 2024 im gesamten Gelände der Ausstellung gepflanzt.

Das Grundstück, auf dem Volksbau Wangen ihre Punkthäuser baut, diente bis vor Kurzem als Parkplatz der Reiter bei großen Turnieren. Nun da die Reitanlage abgebaut ist und im Westen der ERBA angesiedelt wird, finden dort auch die Turniere statt. Damit ist auf diesem Grund wertvoller Wohnungsbau möglich. „Ich danke Ihnen für ihren Beitrag zur Landesgartenschau 2024“, sagte OB Lang. „Hier entsteht ein moderner Stadtteil, der die Innovation im Holzbau zeigt.“

Ein Schwerpunkt der Landesgartenschau: Wohnungsbau

10 964 Stunden bis zur Eröffnung der Landesgartenschau 2024, am 26. April 2024 um 11 Uhr nannte es Landesgartenschau-Geschäftsführer Karl-Eugen Ebertshäuser eine „sehr gute Entscheidung“, dass pro.b. 2018 im Investorenwettbewerb das Rennen machte.  Auch die Wahl des Büro Rogg aus Konstanz sei eine gute gewesen. Die Gebäude müssten mindestens zu 50 Prozent aus Holz bestehen. Am Beispiel der Punkthäuser zeige sich, dass Holz und Beton keine Konkurrenz seien, sondern ein tolles Zusammenwirken hätten. Ganz bewusst sei dieser neue Stadtteil ins Gelände der Landesgartenschau 2024 einbezogen worden. „Wohnungsbau wird ein wichtiges Thema bei der Landesgartenschau 2024 werden“, sagte Ebertshäuser. „Es macht Freude, mit allen, die hier arbeiten, das Gesamtwerk zu erstellen.“

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