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Kultiger Milchpilz bekommt Nachwuchs

Der 50. Milchpilz mit allen Beteiligten im Vordergrund. Foto: Landesgartenschau Wangen
Der 50. Milchpilz steht. Die Landesgartenschaumacher freuen sich mit den Mitarbeitern der Firma Waldner. In der Mitte Markus Bieg, Technikvorstand der Unternehmensgruppe Waldner und OB Michael Lang.

Er ist Hingucker, Kultobjekt und Sympathieträger: Der Milchpilz. Nur noch wenige gibt es weltweit – unter anderem in Bregenz, Lindau, Regensburg und natürlich Wangen. 70 Jahre später lassen wir die Tradition wieder aufleben. Seit wenigen Tagen hat der Milchpilz einen brandneuen Kumpel: den 50. Milchpilz haben Stadt, die Firma Waldner und die Gartenschau der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der 50. Milchpilz von innen. Foto: Landesgartenschau Wangen
Der 50. Milchpilz von innen. Foto: Landesgartenschau Wangen

Der 50. Milchpilz

Er strahlt in Weiß und trägt ein rotes Dach mit weißen Punkten – der 50. Milchpilz der Firma Waldner gesellt sich damit perfekt zu seinen Vorfahren aus den 1950-er Jahren. Er steht seit Freitag am Festplatz in Wangen im Allgäu, gegenüber dem alten Feuerwehrhaus. Hier startet auch am Samstag der Kartenverkauf – als weiterem Standort neben Gästeamt und Stadtbücherei – für die Landesgartenschau. Insofern wird aus diesem Milchpilz jetzt ein Kartenpilz. Der Kiosk wurde im Werk fertiggestellt, dann wieder zerlegt und jetzt in eineinhalb Tagen von Mitarbeitern von Waldner Laboreinrichtungen wiederaufgebaut.

Für die Firma kam die Anfrage der Landesgartenschau GmbH zunächst völlig überraschend. Denn den letzten Milchpilz, also Nummer 49, hatte das Unternehmen 1958 nach Mannheim geliefert: Ein Kiosk in Pilzform – aus Holz und Glas mit einem weiß bepunkteten, roten Dach aus einer wasserfesten Folie.

stilisierter Milchpilz als Grafik

„„Wir freuen uns, auf diese Weise zum Erfolg der Landesgartenschau 2024 hier an unserem Firmensitz in Wangen beitragen zu können.“

Markus Bieg, CTO Unternehmensgruppe Waldner

Blickfang und Treffpunkt

Nun also steht in Wangen im Allgäu, unweit des schon vorhandenen „Milchpilzes“ am Festplatz, ein weiterer Fliegenpilz. Und wieder ist es, wie schon nach dem Zweiten Weltkrieg eine Marketing-Idee, den Sympathieträger für den Verkauf zu nutzen. Ging es damals darum, die Menschen gesund mit Milch zu ernähren, so nutzt die Landesgartenschau Gmbh jetzt das freundliche Image des Milchpilzes für den Ticketverkauf von Dauer- und Tageskarten. Mehr Infos zur Geschichte der Waldner Milchpilze.

Markus Bieg, CTO bei der Unternehmensgruppe Waldner, und Herbert Scherer, Leiter Entwicklung / Konstruktion bei Waldner Laboreinrichtungen, erläuterten am Freitag gegenüber Oberbürgermeister Michael Lang und der Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH Karl-Eugen Ebertshäuser, wie der neue Milchpilz gebaut wurde. Die Pläne der alten Milchpilze waren bei Waldner nicht mehr vorhanden und mussten neu erstellt werden. Die alten Milchpilze der 1950er Jahre wurden als Fünfeck gebaut. Herbert Scherer hat sich für die neue Generation für eine sechseckige Geometrie entschieden. Grund dafür ist eine noch gefälligere Form, da sie kreisrunder wirkt. Die einzelnen Segmente können zudem differenzierter genutzt werden und im Innenraum bietet sich zusätzlich mehr Platz.

Entstanden ist ein Schwergewicht von zwei Tonnen, mit einer Höhe von 4,20 Meter und einem Durchmesser von 4,80 Metern. Zwei weitere Milchpilze werden zur Landesgartenschau 2024 im Gelände am Gehrenberg und auf der Argenwiese als Kioske aufgestellt werden.

Dank an die Unternehmensgruppe Waldner

OB Lang dankte dem Unternehmen für sein Engagement. „Wir freuen uns sehr, dass die Unternehmensgruppe Waldner die Landesgartenschau mit einem echten Wahrzeichen unterstützt. Ich bin sicher, die Besucherinnen und Besucher werden sich über die neuen Milchpilze freuen und mit ihnen auch in Zukunft die Firma Waldner und die Landesgartenschau in Verbindung bringen.“

Bis Weihnachten öffnet der Milchpilz täglich für den Kartenverkauf

Dem Dank an alle Beteiligten schloss sich Geschäftsführer Karl-Eugen Ebertshäuser an. „Es hat viel Freude gemacht zu sehen, wie sich Herr Scherer von Waldner gemeinsam mit unserer Projektbeauftragten Katharina Bernt und den Statiker Dietmar Weber auf den Weg gemacht haben, das Projekt Milchpilz im 21. Jahrhundert wieder aufleben zu lassen“, sagte er. „Nächste Woche, wenn die gesamte Technik installiert ist, kann auch hier der Verkauf für Dauerkarten, Tageskarten und Gutscheinen beginnen. Damit die Karten auf den Gabentisch gelegt werden können, werden wir den Milchpilz ab Samstag, 9. Dezember öffnen.“ Die Öffnungszeiten sind mittwochs, freitags und samstags von 9 bis 13 Uhr.

Der bisherige Milchpilz, eine Nachbildung des Originals aus Beton aus dem Jahr 1998, wird derzeit saniert, unter die Platanen am Aumühleweg versetzt und danach seine Funktion als Imbiss behalten.

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